May 13
Wie ja schon geschrieben, habe ich diesmal sogar an den Muttertag gedacht. Sogar schon so lange im Voraus, dass ich vor einer Woche eine kleines Geschenk für meine Mama bestellt habe. Leider ist das Päckchen nicht mehr pünktlich bei mir angekommen und so gab es heute also nur einen Blumenstrauß. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben... na ja, für später aufgehoben wohl schon ;-) Das kleine Präsent gibt es dann halt zur nächsten Gelegenheit!

Und auch wenn Claudia noch keine Mutter ist (jedenfalls nicht das ich wüsste) und einen eigentlich Muttertagsbesuch somit gar nicht verdient hätte, habe ich auf der Rückfahrt noch einen kleinen Abstecher zur alten Wohnung gemacht, um einen schönen Muttertagsgruß zu überbringen, Post abzuholen und weil ich sowieso gerade in der Gegend war.

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May 6
Heute Mittag überkam mich noch einmal der Zwang, die letzten Sonnenstrahlen auszunutzen, bevor sich die Wolken komplett vor die Sonne schieben. Also habe ich mich auf´s Motorrad geschwungen, bin vollkommen willenlos durch die Gegend gefahren, um dann schließlich noch bei Ilka und Mario auf einen Kaffe vorbeizuschauen. Die Aufzeichnung des GPS Empfängers gibt es wie immer bei Google Maps zum Angucken.

Anschließend ging es weiter zu Claudia, um Ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Leider war sie schon nicht mehr zu Hause. Also Karte in den Briefkasten geworfen und noch ein wenig durch die Gegend. Bei einem Motorradtreff in Strackholt dann noch zu Abend gegessen und zurück nach Wittmund. Alles in allem eine schöne Tour und ein wirklich netter Tag.

Memo an mich: Öfter mal zu Ilka und Mario zum Kaffee fahren - große Tassen ;-)

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Feb 16
Angeregt durch den Valentinstag habe ich in der letzten Nacht sehr viel über mein Verhalten nachgedacht. Mein Verhalten gegenüber Freunden, Verwandten und Partnern.

Angeregt durch den Valentinstag deswegen, weil ich daran denken musste, wie ich Claudia (und anderen) zu Beginn einer Beziehung immer sehr viel zu geben versuche. Ich bin aufmerksam, hilfsbereit und liebenswert.

Aber um so länger eine Beziehung andauert, um so mehr vernachlässige ich die Personen, die mir eigentlich sehr viel bedeuten. Das ist schade und ich bin mir sicher, vielen Menschen damit weh getan zu haben. Ich weiß auch, dass dies sicherlich mit einer der Fehler auf meiner Seite war, die zum Bruch zwischen Claudia und mir geführt haben. Habe ich ihr anfangs noch Blumen über Fleurop zu ihrem Geburtstag geschickt, weil ich nicht selber da sein konnte, so nahm ich unsere Beziehung im Laufe der Jahre immer mehr als selbstverständlich hin. Claudia empfand es als gleichgültig, ich sehe es als gedankenlos.

Ich weiß mittlerweile, dass auch nichts tun weh tun kann. Eigentlich weiß ich das schon ziemlich lange, aber ich konnte irgendwie nie verhindern immer wieder in den Glauben zu verfallen, dass man sich in einer Beziehung nicht immer und immer wieder neu um den Partner bemühen müsste. Es ist ja auch nicht so, dass es mir egal war, oder ich jemandem weh tun wollte... ich werde nur immer wieder... nennen wir es einmal unaufmerksam.

Leider habe ich mich nicht nur Claudia gegenüber sondern auch vielen anderen Freundinnen, Freunden und Verwandten gegenüber so verhalten. Das tut mir Leid und mit den Jahren sehe ich, was ich da teilweise angerichtet habe; allein dadurch, dass ich nichts getan habe. Ich habe diese Menschen vernachlässigt.

Ich kann auch nicht versprechen, dass ich mich in dieser Hinsicht ändern werde, aber ich habe mir fest vorgenommen anderen Menschen gegenüber aufmerksamer zu sein - ganz besonders denjenigen gegenüber natürlich, die mir wirklich am Herzen liegen. Es ist schließlich wirklich leicht, sich mal eben zu einer netten Geste aufzuraffen - mal anzurufen, eine kleine Blume mitzubringen, ein ehrlich liebes Wort oder einfach nur Interesse zu zeigen... man kann damit so unendlich viel bewegen, aber man muss es auch tun!

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Feb 5
Dieser Kommentar von Hans-Georg hat mich auf die Idee gebracht hier noch kurz ein Gleichnis wiederzugeben, welches meine Mutter mir vor vielen Jahren einmal mit auf den Weg geben hat. Ja, ich habe meinen Eltern damals schon zugehört, auch wenn ich nicht immer den Anschein erweckt habe ;-)

Vor ungefähr zehn Jahren sagte meine Mutter zu mir (frei nach meiner Erinnerung):
Mit den Gefühlen ist es wie mit einem Schrank voller Porzellantassen. Der ganze Schrank ist voller Tassen, aber jedesmal wenn man den Partner (Freund,Verwandten,Kollegen,...) verletzt, gibt es Risse in einer der Tassen. Irgendwann gehen sie dann ganz kaputt und irgendwann ist von den unzähligen Tassen nichts außer einem Haufen Scherben übrig. Diese Risse lassen sich nur sehr schwer wieder kitten. Und wenn überhaupt, dann dauert es sehr sehr lange, bis der Schrank wieder voller Tassen steht. Aber die hässlichen Klebestellen, die Narben, werden immer bleiben.


Vielleicht sind auch einfach schon zu viele Tassen zerbrochen um noch einmal zu kämpfen.

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Feb 5
Ich habe in den letzten Tagen sehr viel nachgedacht. Viele dieser Gedanken haben sich natürlich um Claudia und das was wir gemeinsam hatten gedreht. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich vielleicht kämpfen sollte...

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Feb 4
Vor langer Zeit hat mir mal jemand per E-Mail den Text des Liedes The Picture von Kid Rock feat. Sheryl Crow gesendet. Ich habe zwar verstanden, was sie mir damals damit sagen wollte, aber ich konnte es nicht akzeptieren. Das tut mir Leid! Jetzt gewinnen die Lyrics eine neue Bedeutung:

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Feb 2
Ich glaube ich habe irgendwann zwischen 20:00 Uhr und 04:30 Uhr in der Nacht von Donnerstag (gestern) auf Freitag (heute) Claudia überwunden. Zumindest die Trennung, welche ja eigentlich eh harmonisch hätte funktionieren können, aber sich unter den gegebenen Umständen (zumindest für mich) schwierig gestaltete.

Na jedenfalls hatten wir einen wunderbaren Abend / Nacht / Morgen in der Rumpelkammer in Neubrandenburg. Das da ständig irgendwelche Themenabende sind wussten wir gar nicht und war uns auch nicht weiter wichtig - unseren Spaß hätten wir auch so gehabt ;-)

Die anschließenden Stunden im Hotelzimmer waren dann auch nicht unbedingt erholsam und ausruhend, was den folgenden Arbeitstag, mit gemeinsamem Frühstück um 07:00 Uhr, unter eine zusätzliche Belastungsprobe stellte 8-) Aber um 16:00 Uhr war ich dann endlich so weit mich einmal hinzulegen und etwas Schlaf nachzuholen.

Es hat wirklich extrem gut getan, nicht nur von zu Hause aus der Wohnung rauszukommen, sondern es mal wieder so richtig krachen zu lassen! Ich kann das Gefühl nicht weiter beschreiben, aber irgendwie ist der Gedanke des Betrogenen, des Verlierers bei der Trennung, von mir abgefallen. Es geht auch gar nicht um ein "Was Du kannst, kann ich schon lange", sondern einfach darum, dass ich gemerkt habe, dass ich mich nach der Trennung von Claudia auch wieder freier - lebenslustiger fühle!

Die Arbeit hier ist weiterhin fordernd und zeitintensiv, macht aber auch unheimlich viel Spaß, da wir in einem sehr kreativen und engagierten Team klasse zusammenarbeiten können. Jeder packt mit an und erledigt selbstständig anfallende Arbeit. Zwar gibt es kaum einen Abend, an dem wir vor 20:00 Uhr wieder im Hotel sind (auch am Wochenende nicht - Ausnahme Freitag, da ging wirklich nichts mehr), aber irgendwie macht es genau das aus... Pionierstimmung ;-)

Sicherlich kommen noch ab und zu die Gedanken, dass ich ihr Verhalten wirklich mies fand, aber es bestimmt nicht mehr den Alltag. Die notwendige Ablenkung aber ich hier auf jeden Fall in Arbeit und Abendprogramm gefunden.

Bleibt die Frage, warum einige Frauen im Osten Namen haben, die sich eher nach einem Yoghurt anhören... :-P

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Feb 1
Es tut gut aus der Wohnung raus zu sein! Es tut gut endlich weg zu sein! Es tut gut nicht mehr ständig von Erinnerungen umgeben zu sein! Es tut gut wenn der Schmerz nachlässt!

Es tut immer noch weh sie bei ihm und in unserer Wohnung zu wissen.

Nachtrag:
Es tut gut Euren Zuspruch zu hören und zu lesen - in den letzten Kommentaren, per E-Mail und Telefon. Danke!

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Jan 27
Ja, wie soll es nun weitergehen. Die letzten Tage waren wirklich mehr als merkwürdig. Jeden Abend war Claudia bei H., während ich begann meine Sachen zu packen. Während sie ihren Schmetterlingen folgte, verbrachte ich die Zeit damit durch unsere Wohnung zu tigern und hier und dort etwas einzupacken. So stieß ich auf viele Erinnerungen, viel Vertrautes und Gemeinsames. Und dann dieser züngelnde Gedanke nun doch so einfach abserviert zu sein.

Ich habe sie gebeten, mal einen Abend auf mich und meine Gefühle Rücksicht zu nehmen... denn glaubt mir, nett ist das Gefühl wirklich nicht, wenn man nach all den gemeinsamen Jahren zu Hause die gemeinsame Vergangenheit aufräumt, während sie bei ihm ist. Auch wenn die Trennung beschlossen war, heißt es noch lange nicht, dass es mich nicht berührt, sie in den Armen eines anderen zu wissen. Eine Trennung war und ist besser für uns beide, aber würde es nicht von etwas Respekt zeugen, wenn man es dann auch gemeinsam beendet und sich nicht jeden Abend davon stielt um die Zeit lieber mit ihm zu verbringen?!

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Jan 26
So geht also ein weiterer Abschnitt meines Lebens zu Ende. Am letzten Montag haben Claudia und ich uns getrennt. Die Gründe waren vielerlei und sicherlich auf beiden Seiten zu suchen. Es war vorhersehbar, dass dieser Moment eines Tages kommen würde und keiner von uns beiden war tatsächlich überrascht darüber.

So beschlossen wir uns in allem Frieden, ohne Rosenkrieg, zu trennen. Den Hausstand vernünftig und in aller Ruhe aufzulösen und fortan getrennte Wege zu gehen. Zumindest im Sinne einer Beziehung - eine Freundschaft wollten und werden wir auf jeden Fall aufrecht erhalten. Ja, es hätte so einfach sein können.

Leider lag es zeitlich so ungünstig, dass Claudia H. kennen lernte. Hätten wir uns vor zwei Wochen schon getrennt, so hätte es für Claudia und mich auch keinen Unterschied gemacht - so jedoch, zu diesem Zeitpunkt, bleibt leider der fahle Beigeschmack der Untreue. Nun, auch mit dieser Situation konnten wir erstaunlich sensibel und vernünftig umgehen. Als Claudia mich am Dienstag Abend fragte, ob ich denn etwas dagegen hätte, ob sie sich noch mit H. trifft, da verneinte ich und lies sie gehen. Denn was soll ich sie denn jetzt noch krampfhaft halten und klammern, wenn ich sie doch auch vor zwei Wochen schon hätte gehen lassen. Wie gesagt - H. kam einfach zeitlich ungünstig. Vielleicht trifft also Abschnitt oder Lebensabschnitt die letzten Jahre ganz gut, denn trotz aller Bemühungen wurde unsere gemeinsame Zeit am Ende doch noch abgeschnitten.

Fast als eigenständiges Kapitel einer Kurzgeschichte könnte man nun wieder die folgenden Tage bezeichnen.

So traf Claudia sich nun fast jeden Abend mit H., um dann zurück in die gemeinsame Wohnung und ins gemeinsame Bett zu kommen. Ins Gästezimmer zu ziehen hatte ich keine Lust und seit unserer offiziellen Trennung verstanden wir uns ja auch wieder ausgezeichnet. Fast schon wie anfänglich vertraut konnten wir wieder offen miteinander umgehen, uns wieder sanft in den Arm nehmen und einander zuhören. Wirklich erstaunlich.

Fast hätte man meinen können, nun müssten wir uns ja gar nicht mehr trennen... aber wir sind beide intelligent genug um zu wissen, dass dieser Zustand der Harmonie nicht ewig angehalten hätte und (warum auch immer) zwischen uns nur als Freunden funktioniert.

Außerdem ist da ja noch H., bei wem Claudia nun ihre Schmetterlinge im Bauch wiedergefunden hatte.

Und hier kommen wir in den Bereich der Erfahrungen... Ursprünglich hieß dieser Beitrag nämlich: 10 Dinge die ich an dir hasse! Denn glaubt nicht, dass es tatsächlich alles soooooo spurlos an mir (und Claudia auch nicht) vorbeigegangen ist. Dafür war unsere Zeit zu lang und zu intensiv geprägt von Gemeinsamkeiten und Erlebnissen. All dies sind Erfahrungen, die es tatsächlich wert waren gemacht zu werden. Das Gefühl in der gemeinsamen Wohnung zu sitzen, während sie bei ihm ist. Dann wieder das Gefühl, wenn sie nach Hause kommt und wir uns klasse unterhalten und sanft einschlafen können. Erfahrungen aus den letzten Jahren - unserem gemeinsamen Leben gibt es ebenfalls eine Menge - so unübersichtlich in Anzahl und Ausprägung, dass ich hier auch nicht einige davon nennen könnte, ohne zu einer ungerechten Wertung zu gelangen. Glück und Freude, Wut und Angst - all das und weiteres hat uns geprägt auf unserem gemeinsamen Lebensweg. Deutlich wurde jedenfalls auch, dass ich keine 10 Dinge an Claudia wirklich hasse... Denn bei all unseren Problemen, hat der Hass nie eine Rolle gespielt. Selbst in den letzten Tagen war es uns möglich vernünftig miteinander umzugehen. Es sind also nun nicht nur Erfahrungen, die ich aus dieser Situation ziehen konnte und kann, es sind auch viele viele Erfahrungen der letzten Jahre, die dazu beitrugen, dass wir so vernünftig miteinander umgehen konnten und können. Das blinde Verständnis und die Vertrautheit der letzten Jahre hat uns nicht verlassen und konnte uns auch durch die Trennung hindurch sicher den Weg geleiten.

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