Feb 14
Im Gegensatz zu bisherigen Kommerztagen des Blumenfachhandels ist der heutige Valentinstag eigentlich mehr oder weniger spurlos an mir vorbei gegangen. Fast hätte ich sogar vergessen, dass es ja ein besonderer außergewöhnlicher erwähnenswerter Tag wäre... wäre da nicht die Hochzeit gewesen, zu der ich heute gegangen bin.

So stand ich also kurz nach Mitternacht um 09:00 Uhr im Blumengeschäft und habe mich schon ob der vielen jungen Männer gewundert, welche alle mit einer einzelnen Rose wieder von dannen gezogen sind, bis die Verkäuferin mich fragte, ob ich auch etwas zum Valentinstag suchen würde. Also ich ihr sagte, dass ich einen Strauß für eine Hochzeit bräuchte war ihre erfreulich schlagfertige Antwort: „Oh, gleich das volle Programm“. ;-)

Dem überglücklichen, frisch-gebackenem Ehepaar an dieser Stelle noch einmal meine ganz herzlichen Glückwünsche!

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Jan 27
Spielen Gefühle aus der Vergangenheit noch eine Rolle für Dich? Dieser und ähnlichen Fragen begegnet man immer wieder, wenn man einen neuen Menschen kennen lernt. Für mich kann ich die Frage eigentlich auch ganz einfach beantworten... natürlich tun sie das!

Allerdings nicht in der Art und Weise wie man es vielleicht meinen könnte.

Besonders nachdem ich lange über meine eigenen Gedanken, Gefühle und vor allem mein Eingeständnis nachgedacht habe, ist mir bewusst geworden, dass die Zeit der Reue und des Bedauerns nun definitiv vorüber ist... Unzähliges ist passiert inzwischen und manchmal zeigt einem die Zeit dann doch deutlich auf, dass es gar keinen Grund gibt zu trauern... worüber denn? Worum denn? Wozu denn? Was gibt es denn schon tatsächlich Außergewöhnliches zu vermissen?

Ich würde mich eher als einen vergebenden Menschen bezeichnen. Ich kann trotz einer Trennung doch noch normal mit einem Menschen umgehen... vielleicht nicht sofort, aber ganz gewiss nach einer Weile.

Noch nie konnte ich allerdings verstehen, warum sich manche Menschen nach einer Trennung so komisch verhalten... Warum werden sie kalt und gehässig? Warum werden sie ignorant und herablassend? Ich werde es wohl auch nie verstehen...

Es schließt sich nun also auch der Kreis. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass Gefühle aus der Vergangenheit eine Rolle für mich spielen. Allerdings die Rolle der Erfahrung und Erkenntnis - Gefühle, an denen ich gewachsen bin und die mich zu dem gemacht haben, der ich heute bin.

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Dec 23
Manchmal gibt es Umstände in unserem Leben, die nicht einfach einzugestehen, auf der anderen Seite aber auch nicht von der Hand zu weisen sind.

Ich habe die letzte Wochen sehr viel nachgedacht. Es hat sich viel in meinem Leben getan in diesem Jahr und es wird sich noch eine Menge ändern im kommenden Jahr. Aber dazu später mehr.

Vielleicht habe ich es einfach nicht wahrhaben wollen, vielleicht habe ich einer Menge Menschen in den letzten Monaten weh getan, aber was ich auch versucht habe, wie sehr ich mich auch davor verschlossen habe - letztendlich hat kein Weg darum herum geführt mir einzugestehen, dass ich Sabine noch immer vermisse und im Herzen liebe.

So oft sagt mir der Verstand: "Hey, sie ist nicht die richtige". So oft antwortet das Herz: "Hey, sie ist genau die eine, die wirklich liebst". Klar weiß ich, dass ich mich endlich lösen sollte. Klar weiß ich, dass ich den Tatsachen endlich ins Gesicht sehen und das Kapitel endgültig abschließen sollte. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Zu viele Erinnerungen und Evokationen bringen sie immer wieder zurück in meine Gedankenwelt.

Natürlich ist es nicht so, dass ich einfach still vor mich hingrübel. Ich habe die Höhle, in die ich mich mich zum Nachdenken verzogen habe, inzwischen verlassen und Ihr ganz offen gestanden, was ich denke und empfinde. Nachdem nun eine Woche verstrichen ist, ohne das sich auch das geringste Zeichen einer Antwort von Ihr erhalten habe, ist es wohl an der Zeit zu akzeptieren, dass in Ihrem Leben keinen Platz mehr für mich ist.

Ich habe die Bettwäsche gewaschen und das Duschgel weggeschmissen. Fühle ich mich nun besser? Vielleicht ein wenig - denn zumindest habe ich mir eingestanden, wie ich wirklich empfinde und muss nicht mehr so tun, als wäre alles in bester Ordnung.

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Dec 15
Es tut immer noch weh
weil nichts mehr geht
Unser Pech zuviel Glück
stand uns im Weg
Wir zwei ganz riesengroß
jetzt sind wir klein
und lassen viel zu schnell los

Es tut immer noch weh
Es tut immer noch weh
denn keiner weiß wo's lang geht
und keiner weiß was ansteht

Es tut immer noch weh
Es tut immer noch weh
wir wollten's nicht riskieren
beim Teilen zu verlieren

Und du siehst durch mich durch
bin wie aus Glas
Leider stimmt nichts von dem
was ich versprach
Doch Zeit kann grausam sein
sie bricht dein Herz
dann wird sie's wieder heil'n

Es tut immer noch weh
Es tut immer noch weh
denn keiner weiß wo's lang geht
und keiner weiß was ansteht

Es tut immer noch weh
Es tut immer noch weh
wir wollten`s nicht riskieren
beim Teilen zu verlieren

Wenn du mir auch den Mond versprichst
wir kleben doch am Boden
und könn' uns nicht bewegen

Ich glaub ich schaff es wieder nicht
wir haben uns nie gefunden
es reicht nicht für ein Leben

Rosenstolz - Es tut immer noch weh

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Oct 26
Dieser Song ist für Dich, damit Du weißt, wen Du vor Dir hast...

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Sep 15
Nun heißt es also Abschied nehmen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge packe ich mein Zeug zusammen und melde mich erstmal aus diesem Funkkreis ab. Den nächsten Eintrag gibt es dann wieder aus Deutschland und vielleicht komme ich dann ja auch endlich dazu die letzten Bilder einzustellen.

Ich werde unsere WG mit Samra und Laney, Jasna und mir sehr vermissen, aber ich werde bestimmt noch einmal herkommen. Die Zeit in Sarajevo war sehr bewegend und ich habe viel mitgenommen. Sollte ich auch die Liebe verloren haben, so habe ich viele Erfahrungen und Freunde gewonnen. Es fehlen mir die richtigen Worte um all das auszudrücken, aber es muss auch nicht immer alles gesagt werden. In diesem Sinne: Wünscht mir eine gute Reise...

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Aug 23
Die Liebe fragt die Freundschaft:
„Wozu bist Du eigentlich da?“

Da antwortet die Freundschaft:
„Ich trockne die Tränen, die Du angerichtet hast!“

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Jul 29
Nun sitze ich hier in einem Straßencafe in Amsterdam und lasse den gestrigen Abend noch einmal Revü passieren. Von der beeindruckenden Atmosphäre im CitizenM hatte ich ja berichtet. Nach vielen sehr interessanten Gesprächen mit unterschiedlichsten mobilen Bürgern habe ich anschließend im Bett noch lange über ein sehr interessantes Zitat des Dalai Lama nachgedacht:
Bedenke, dass die beste Beziehung die ist, in der jeder Partner den anderen mehr liebt als braucht.

Es hat mich sehr beeindruckt, beschreibt es doch gut warum ich überhaupt hier bin. Wieder ein Grund mehr, warum ich mich auf gemacht habe Unabhängigkeit zu finden. Man kann sich eines Partners oder einer Beziehung nur sicher sein, wenn man sich seiner selber sicher ist. Ich habe es am eigenen Leib nun erlebt, dass es nicht funktionieren kann, wenn man zu sehr in die Abhängigkeit des Partners gerät. Ganz bewusst sage ich hier "Abhängigkeit", denn natürlich sollte man alles für seinen Partner tun, sich bemühen, geben und nehmen... aber man sollte nicht in eine Abhängigkeit geraten, in der man mehr braucht, als liebt.

Man sollte lieben, genießen und Freiheiten fröhlich gemeinsam gestalten. Was nicht heißt, dass man alles zusammen machen muss - Gott bewahre - sondern, dass man mit den Freiheiten des Partners offen und ehrlich umgehen können sollte.

Es gehören aber auch immer zwei zu einer Beziehung. Ein Entgegenkommen kann immer nur gegenseitig funktionieren. In einer Beziehung muss gegeben, genommen und auch angenommen werden - von beiden Seiten.

Warum schreibe ich diese Weisheiten hier nun auf? Nun, vielleicht helfen sie ja irgendjemandem da draußen. Aber vielleicht will ich ja auch einfach nur meine Erkenntnisse für mich selber festhalten, um sie bei Gelegenheit noch einmal nachlesen zu können.

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Jul 28
Während ich hier nun am Flughafen auf meinen Flug warte, will ich Euch eine Frage beantworten, die mich beschäftigt, die aber auch viele von Euch gestellt haben. Eine Frage, die man sich - oder ich ich mir - im Moment also in vielerlei Hinsicht stellen kann. Die Frage nach dem "Warum ausgerechnet jetzt". Aber erst einmal vielen Dank für Eure zahlreichen E-Mails und Nachrichten - Danke an alle die, die mir viel Glück und Erfolg gewünscht haben - und vor allem natürlich auch Danke an all jene, die mir genau diese Frage gestellt - und mich zu diesem Eintrag inspiriert - haben.

Und irgendwo hängt meine und Eure Frage auch zusammen. Warum jetzt, fragen sich einige von Euch. Warum bricht Andreas genau jetzt zu seiner Reise auf?

Nun, das möchte Euch gerne beantworten: Sabine hat gestern ein Kapitel in unserem Leben geschlossen. Wir sind ein ganzes Stück unseres Lebensweges zusammen gegangen, aber von nun an werden wir getrennte Wege gehen. Ich sehe dieses Kapitel als abgeschlossen, aber das Buch noch nicht beendet. Wir werden uns wiedersehen und wir werden sehen, ob es dann noch einmal zwischen uns funkt, ob wir die Gefühle, die wir für einander hatten, wiederfinden können, oder nicht. Starke Zweifel daran regen sich schon, aber wir werden uns offen den Herausforderungen der Zukunft stellen.

Ich habe alles für Sabine gegeben, ich habe mich für sie angestrengt und bemüht, wie ich es noch für keine Frau getan habe. Leider konnte sie meine Liebe nicht annehmen. Über die Zeit sind Ihre Gefühle verblasst, es war wohl doch einfach zu viel für unsere junge Beziehung. Diese extreme Trennung kam zu früh für uns. Wir hatten nicht die Zeit, vorher die "rosarote Brille" abzulegen und tatsächlich eine Liebe auf einer tieferen Eben zu entwickeln. Ich habe in den letzten Wochen sehr viele Momente damit verbracht über Sabine und mich zu grübeln und mich selber damit kaputt zu machen. Ich habe nur noch für sie, ihre Liebe und Anerkennung gelebt. Ein Fehler, den ich sicherlich auch in der Vergangenheit schon gemacht habe, den Fehler mich selber aufzugeben. Nun muss ich zu mir zurückfinden, zu dem Andreas, der nicht alles für eine Frau gibt, seine Freunde und Familie vernachlässigt, sondern der Andreas, der Freude am Leben hat und weiß was er für sich selber will. Das ist der Grund, warum ich genau jetzt diese Reise antrete. Nun beginnt mein Kapitel. Nun ist es an mir, mich wiederzufinden und alte Muster zu durchbrechen.

"Warum jetzt" ist aber auch die Frage, die ich mir stelle. Warum musste sie uns jetzt aufgeben? Warum konnten wir nicht noch ein paar Tage warten, bis wir uns wieder sehen und dann schauen, was noch an Gefühlen da ist. Warum haben wir uns diese Chance nicht gegeben, hatten wir doch nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen. Schließlich konnten wir doch in der Vergangenheit glücklich sein und wissen, dass eine Beziehung zwischen uns anders sein kann und besser funktioniert, wenn wir tatsächlich beieinander sind.

Aber ich weiß auch, dass man Gefühle nicht heraufbeschwören kann, wenn sie nicht glaubt, dass da noch etwas ist - wenn sie nicht mehr das Gefühl hat, in einer Beziehung zu sein. Die Fragen nach dem Warum bringen genau so wenig, ändern sie doch an den Tatsachen nichts und stürzen mich nur in immer weitere Fragen, an denen ich mich aufreiben und kaputt machen könnte. Wenigstens war sie so ehrlich, dann auch einen Strich zu ziehen und offen zu sagen, dass da nichts mehr ist, dass sie sich nicht mehr wie in einer Beziehung fühlt und dass es faktisch (zumindest von ihrer Seite) schon aus wäre. Natürlich tut solch eine Trennung um so mehr weh, wenn sie einseitig ist, aber was bringen all die Zweifel und Fragen?. Nun ist es an mir, etwas zu verändern und wieder etwas in meinem Leben zu machen. Sabine war mein Antrieb, der mich jeden Tag aufs neue mit Kraft versehen hat, meine Inspiration und Muße. Nun gilt es all diese Kraft wieder aus mir selber, meinem Leben und einer eigenen Fröhlichkeit zu ziehen.

Und so kommen die beiden (identischen) Fragen zusammen. Ich trete meine Reise - mich zu finden - genau jetzt an, da Sabine sich von mir abgewendet hat. Es ist für mich also nicht nur eine tiefe Krise der Enttäuschung, des Unverständnis und des Schmerzes, sondern auch eine einzigartige Möglichkeit, endlich wieder zu mir zurück zu finden und mein Leben in die eigenen Hände zu nehmen.

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Jun 29
Meine geliebte Sabine,

zu Deinem heutigen Geburtstag gratuliere ich Dir von ganzem Herzen und möchte Dir ein außergewöhnliches Geschenk machen. Neben den Geschenken, die Du ja schon per Post bekommen hast, möchte ich Dir meine Liebe und mein Vertrauen schenken.

Nun magst Du vielleicht sagen, dass dies ja gar nichts Besonderes ist und das es in einer Beziehung normal sein sollte, dass man sich liebt und vertraut. Ja mein Schatz, dass ist sicherlich grundsätzlich so, aber sollte auch keine Selbstverständlichkeit sein. Deswegen ist der Beweis der Liebe und des Vertrauens zu einander immer wieder ein außergewöhnliches Geschenk.

Du weißt, dass die letzten Tage hier in Bosnien für mich nicht einfach waren. Ich weiß, dass Du im Moment sehr viel Stress in Studium und Beruf hast. Und dennoch sind wir für einander da; jeder auf seine Weise.

Und darum möchte ich Dir dieses größte Geschenk, welches ich machen kann, hier auch vor Zeugen geben. Ich schenke Dir mein Vertrauen auf Deine Liebe. Ich habe in den letzten Tagen erkannt, dass Du Deine Liebe zu mir anders zeigst, als ich es vielleicht von Dir erwartet hätte. Dass Du mich deswegen aber nicht weniger liebst und Deine Liebesbeweise genau so wertvoll sind!

Liebe zeigt sich in vielen unterschiedlichen Facetten in unserem Leben. Früher wollte ich diese Facetten niemals sehen und nicht anerkennen. Wenn etwas nicht so lief, wie ich es mir vorgestellt habe, oder eine Reaktion nicht so war, wie ich sie erwartet hätte, dann gab es immer Ärger. Zum Glück war das so extrem zwischen uns noch nicht der Fall.

Du bist die erste Frau, für die ich bereit bin, mein Verhaltensmuster zu überdenken. Zu realisieren, dass sich Liebe auch auf eine andere Art und Weise ausdrücken kann, als die, die ich vielleicht nun gerade erwartet hätte. Es geht nicht immer nur darum, nur meine Ansichten zu vertreten und durchsetzen, sondern auch darum, zu akzeptieren, dass Deine Art und Weise Deine Liebe zu zeigen anders ist, als ich erwartet hätte, aber genau so wertvoll. Genau so viel Wertschätzung verdient!

Sieh dies bitte als den größten Liebesbeweis, den ich Dir geben kann. Du bist die erste und einzige Frau, der ich mich ganz und gar hingeben will und auf die ich zugehen will, weil Du es verdient hast. Das habe ich noch für keinen Menschen getan, auch für meine Familie nicht. Es ist sicherlich noch nicht perfekt, aber ich arbeite daran und ich will es von ganzem Herzen schaffen!

Ich möchte Dir hier und heute noch einmal sagen, was ich Dir schon so oft gesagt habe: Du bist eine wundervolle Frau und ich bin wahnsinnig stolz auf Dich! Stolz darauf, wie Du es immer wieder schaffst all die Verpflichtungen Deines Lebens unter einen Hut zu bringen und all diese Hürden zu meistern. Gemeinsam schaffen wir das auch weiterhin, davon bin ich überzeugt.

Ich freue mich auf jeden neuen Tag mit Dir an meine Seite. Mein letztes Geschenk lässt sich leider nicht in Worten ausdrücken, denn es ist die Liebe zu Dir. So unermesslich und unvorstellbar sehnt sich mein Herz, meine Seele, mein ganzes Ich nach Dir, dass ich mich nicht in der Lage sehe es in Worte zu pressen, die sich unserem menschlichen Verstand erschließen.

Ich liebe Dich,

Für immer Dein Andreas

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